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Story of Seasons Friends of Mineral Town Review

Farming Simulationen besitzen eine große Fangemeinde. Egal ob Animal Crossing, Summer in Mara, Stardew Valley oder My Time in Portia. Noch nie gab es eine so große Palette in diesem Genre. Mit Story of Seasons Friends in Mineral Town erscheint das Original aus dem Jahr 2003.
Hier erfährst du, ob die Mutter aller Bauernsimulationen in der heutigen Zeit mithalten kann.

Die Story

Nachdem ihr euch zwischen vier Charakteren für eine Figur entschieden habt, startet das Abenteuer. Ihr bekommt von eurem verstorbenen Großvater eine Farm vererbt, der ihr einen Namen geben müsst. Allerdings ist sie in letzter Zeit etwas heruntergekommen und eure Aufgabe ist es nun, diese wieder auf Vordermann zu bringen.

Dabei werdet ihr am Anfang vom Bürgermeister der Stadt Mineral Town begrüsst und bekommt direkt eine kleine Stadtführung von ihm. Dadurch entdeckt ihr die verschiedenen Geschäfte und trefft zum ersten Mal auf eure Nachbarn.
2 Tage später bekommt ihr direkt ein Pferd geschenkt, welches ihr durch liebevolle Pflege aufziehen dürft.

Steuerung und Gameplay

Zurück auf der Farm beginnt so gleich das große Aufräumen, denn bevor ihr Obst und Gemüse anpflanzen könnt, muss die Farm von Ästen, Steinen und Unkraut befreit werden. Dafür benötigt ihr die richtigen Werkzeuge (Hammer, Axt, Sichel, Hacke und Gießkanne). Diese lassen sich mit der Zeit und den richtigen Materialien verbessern. Die Materialien findet ihr in einer Mine außerhalb der Stadt.

Die ersten Spielstunden in Story of Seasons: Friends of Mineral Town sind sehr angenehm, denn es wird auf ein langatmiges Tutorial verzichtet. Zwar erscheinen ab und zu die Stadtbewohner und erklären euch einige Sachen, z.B. das Zack jeden Tag um 17 Uhr auf der Farm erscheint und eure Ware aus der Lieferkiste abholt und dafür Geld mitbringt, ansonsten könnt ihr alles frei erkunden, auch wenn am Anfang einige Funktionen oder Bereiche noch gesperrt sind.

Die Steuerung und das Wechseln zwischen den einzelnen Werkzeugen geht locker und einfach von der Hand. Das einzige nervige Problem, vor allem am Anfang des Spiels, ist die begrenzte Anzahl an Plätzen im Inventar. Zu Beginn dürft ihr nur 4 Werkzeuge gleichzeitig mit euch rumtragen, so dass ihr zwischendurch immer wieder eins ablegen müsst um ein anderes benutzen zu können. Dies ändert sich sobald ihr genügend Geld zusammen habt und eine größere Tasche kaufen könnt.
Benötigte Gegenstände bekommt ihr in den einzelnen Geschäften, die leider unverständliche Öffnungszeiten haben. Hinzu kommt das schnelle Fortschreiten der Zeit im Spiel. Ein Tag dauert ca. 20 Minuten im Spiel, je nach dem wie viel ihr auf eurer Farm zu erledigen habt, vergeht die Zeit zu schnell und ihr verpasst die Öffnungszeiten der Geschäfte, da diese meistens nur von 10 – 15 Uhr geöffnet sind.

Ein typischer Tag in Story of Seasons besteht aus der Farmarbeit, der Tierpflege und der Interaktion mit den Bewohnern von Mineral Town. Um genügend Geld für Tiere und Produkte zu erhalten, pflanzt ihr Obst und Gemüse und verkauft diese. Aber Achtung, in jeder Jahreszeit wachsen und gedeihen andere Sorten, sodass ihr die Zeit ständig im Auge behalten müsst, sonst kann es passieren, dass ihr die Tomaten nicht mehr ernten könnt, da der Sommer vorbei ist.
Kümmert ihr euch gut um eure Tiere erhaltet ihr deren Produkte und könnt diese verkaufen. Es gibt verschiedene Hühner, Kühe und sogar Alpakas. Neu im Remake sind Erdbeer- und Kaffeekühe. Mit dem verdienten Geld kauft ihr neue Ernteprodukte, neue Tiere oder vergrößert euer Haus. Gleichzeitig könnt ihr euch Hilfe von kleinen Erntehelfern holen, die für euch Gießen oder Ernten. Im späteren Verlauf, vor allem wenn eure Werkzeuge aufgebessert sind, wirken die Kleinen eher nutzlos, da sie sehr langsam sind. Meistens seid ihr schneller, wenn ihr die Arbeit selbst erledigt.

Da so ein Leben auf der Farm einsam sein kann, habt ihr die Möglichkeit euch einen Partner zu suchen. In Mineral Town leben genügend Heiratskandidaten. Dabei setzt das Spiel ein wichtiges Zeichen, denn es ist egal für welches Geschlecht ihr euch entscheidet, das Spiel erlaubt auch Same-Sex Beziehungen mit anschließender Hochzeit. Um euren ausgewählten Bewohner zu erobern müsst ihr diesen umwerben, dies passiert durch Geschenke oder Gespräche. Leider besitzen die Charaktere keine wirkliche Tiefe oder spannende Hintergrundgeschichten, sodass ihr wohl hauptsächlich nach der optischen Komponente ausgeht.

Um etwas Abwechslung in die Routine zu bekommen, finden in jeder Jahreszeit verschiedene Events statt z.B. Pferderennen. Diese sorgen für einen kurzweiligen Spaß und vertiefen die sozialen Kontakte, könnten allerdings etwas spannender und abwechslungsreicher sein. Man merkt dem Spiel das Alter an, denn anders als bei den heutigen Farming-Spielen, passiert in Story of Seasons relativ wenig, der Fokus liegt hauptsächlich auf der Routine durch die Farmarbeit und Tierpflege.

Sound und Grafik

Die Grafik passt perfekt zu dem Spiel. Der Chibi-Look sorgt für eine harmonische und niedliche Atmosphäre, sowohl bei den Charakteren als auch bei den Tieren. Die unterschiedlichen Jahreszeiten werden mit verschiedenen Farben dargestellt und passen sich der Umgebung an.
Leider ist die Stadt und die Umgebung sehr detailarm und trostlos, sodass es kaum einen Grund gibt, sich außerhalb der Farm zu bewegen.

Der Sound ist eintönig und monoton. Jede Jahreszeit hat ihre eigene Melodie, wenn es allerdings regnet fällt die Musik komplett weg. Die Farm, die Stadt und der Strand haben unterschiedliche Melodien, diese bleiben allerdings konsequent gleich und können nach einer Weile sogar etwas nervig werden.
Auch beim Bewegen hört man immer den selben Ton, egal ob man über ein durchnässtes Feld läuft oder über den Strand, der Bewegungston ist jedes Mal der selbe.

Zusammenfassung
Es bietet nicht ganz so viel wie die Simulationsspiele der heutigen Zeit, dennoch bekommen die Fans genau das, was sie von Story of Seasons - oder Harvest Moon Spielen erwarten. Ein idyllisches Farmleben mit vielen niedlichen Tieren in einem süßen Chibi-Look und kleinen Neuerungen, sowie der Suche nach einem geeigneten Heiratskandidaten. Auch 17 Jahren nach Erscheinen des Originals hat die Mutter aller Bauernsimulationen ihren Charme nicht verloren.
Positives
  • leichte Steuerung
  • kein langatmiges Tutorial
  • kleine Events zur Abwechslung
  • niedliche Grafik
  • gleichgeschlechtliche Beziehungen möglich
  • nette Neuerungen z.B. Erdbeerkühe
  • klassisches Story of Seasons Feeling
Negatives
  • begrenzte Öffnungszeiten der Geschäften
  • Zeit läuft zu schnell
  • wenig Abwechslung trotz Events
  • kleine Helfer im späteren Verlauf nutzlos
  • detailarm und trostlos
  • Musik eintönig
7.6
Fair
Spielspaß - 9
Grafik - 7
Sound - 7
Steuerung - 9
Handlung und Charaktere - 6
Sandra
Geschrieben von
Sandra

Meine Nintendo Reise startete damals auf dem Gameboy mit Pokemon Rot. Seit diesem Tag gehört Nintendo, vor allem die The Legend of Zelda Reihe zu meinem Alltag. Nebenbei sammle ich seit einiger Zeit Steelbooks zu Videospielen und die dazu gehörigen Funko Pops.

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